Oscars 2011: The Social Network

socialnetwork

Vielleicht sind einige von den Lesern über Facebook auf diesen Artikel aufmerksam geworden, vielleicht kennen uns manche auch nur über dieses soziale Netzwerk, aber Fakt ist: Facebook ist nicht mehr nur „the next big thing“, sondern letztendlich der Beginn der ultimativen Vernetzung mit unseren Mitmenschen. David Fincher nimmt sich nun in The Social Network der Entstehungsgeschichte von Facebook an und liefert weniger eine akkurate Rekonstruktion der Ereignisse, sondern eine packende Geschichte über Freundschaft, Verrat und selfmade Milliardäre.

Auch wenn die Welt von Facebook nicht ganz korrekt wiedergegeben wird und viele Ereignisse dramatisierter wurden (kurzer Einwurf), unterhält der Film auf ganzer Linie und zeichnet den Weg vom Hirngespinst betrunkener Studenten bis zu einem milliardenschweren Unternehmen faszinierend nach. Die Schauspieler glänzen dank des brillanten Drehbuchs von Aaron Sorkin, das eine überraschend hohe Gagdichte und flotte, clevere Dialoge hat, eine ganz große Leistung von Sorkin.

Allen voran liefert Jesse Eisenberg eine starke Performance als Facebook Gründer Mark Zuckerberg ab. Aber ohne die gute Chemie zwischen ihm und Andrew Garfield als Mitbegründer Eduardo Saverin, würde der Film nicht so gut funktionieren. Schade, dass Garfield nicht nominiert ist, er hätte sich verdient. Auch Justin Timberlake überzeugt durchwegs als der schlitzohriger Napster-Gründer Sean Parker, der nach Aussagen der realen Person sehr weit weg von der Wahrheit gezeigt wird.

Die Inszenierung bleibt schlicht und drängt sich nicht in den Vordergrund, was absolut angebracht für diesen Film ist, alles andere als eine saubere Arbeit von David Fincher wäre auch eine Überraschung gewesen. Aber natürlich bleiben originelle Ideen bei seinem neusten Werk nicht aus. Zusätzlich wäre noch der Score von Trent Reznor und Atticus Ross hervorzuheben, der die kühle Stimmung des Films gut unterstützt.

Oscarchancen:
Die Oscarchancen sind als sehr hoch einzustufen, da er immerhin die „Generalprobe“, die Golden Globes für sich entscheiden konnte und der Film durch seine Aktualität der Academy eigentlich keine Wahl lässt. Der Drehbuch-Oscar ist Sorkin so gut wie sicher, ebenso wie der Regie-Oscar für David Fincher, mein Favorit, Christopher Nolan, ist ja leider nicht einmal nominiert, außerdem wurden bis auf wenige Ausnahmen die Oscars für den Besten Film und die Beste Regie immer an den gleichen Film vergeben, einen Grund dafür kann ich nicht nennen (anyone?). Eisenberg könnte für seine Leistung einen Goldjungen einheimsen, doch hier ist die Konkurrenz sehr groß. Auch in den technischen Kategorien sind Auszeichnungen auf keinen Fall auszuschließen, obwohl hier meiner Meinung nach andere gewinnen sollten. Trotzdem ist durchaus damit zu rechnen, dass The Social Network ganz fett abräumen wird.

Comments

One Response to “Oscars 2011: The Social Network”
  1. Xenia sagt:

    Nette Seite, gefaellt mir.

Leave A Comment